Schreibaby – Was tun, wenn das Baby nicht zur Ruhe kommt?

Posted by in Allgemein, Tipps & Themen on 22. Februar 2017 0 comments

Wenn ein Baby andauernd schreit und sich dabei scheinbar vor Schmerzen krümmt, liegt der Verdacht natürlich nahe, dass das Baby unter Bauchschmerzen leidet. Früher wurden diese Beschwerden daher als Dreimonatskolik bezeichnet. Diese Bezeichnung ist jedoch missverständlich und daher veraltet, klärt http://www.bambiona.de/thema/baby auf.

© topshots – fotolia.com

Vergebliche Therapieversuche

Früher wurde angenommen, dass ein sogenanntes Schreibaby unter Koliken leidet. Um das Baby von den vermeintlichen Bauchschmerzen zu befreien, wurde beispielsweise Kümmel- und Fencheltee verabreicht. Ziel der Therapie war, dass die Luft im Bauch des Babys entweicht. Heute wissen es die Ärzte besser: Dass sich Luft im Bauch des Babys befindet, liegt nicht an der Ernährung oder an falscher Nahrungsaufnahme der stillenden Mutter, sondern daran, dass durch das Schreien große Mengen Luft in den Bauch des Babys gelangt. Ursächlich für das Schreien sind nicht (Bauch-)Schmerzen, vielmehr handelt es sich bei diesen Symptomen um eine Regulationsstörung.

Wann ist ein Baby ein Schreibaby?

In der Regel schreien Babys etwa 30 Minuten am Tag. Sie teilen damit ihrer Umwelt mit, dass sie müde oder hungrig sind. Ärzte bezeichnen ein Baby als Schreibaby, wenn es täglich mehr als drei Stunden schreit und dafür keine erklärbaren Gründe vorhanden sind. Das Schreien muss jedoch mindestens an drei Tagen in der Woche und über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen auftreten, um die Diagnose „Schreibaby“ stellen zu können.

Was können Eltern tun, um Ihr Kind zu beruhigen?

Gegen akute Bauchschmerzen in Folge des vermehrten Schreiens und des damit einhergehenden Luftschluckens kann sanftes Streicheln des Bäuchleins eingesetzt werden. Überhaupt sollte ein Baby mit Regulationsstörung besonders viel Körperkontakt und positive Zuwendung erfahren. Eltern sollten für eine möglichst reizarme Umgebung sorgen. Auf geregelte Tagesabläufe ist ebenfalls zu achten. Überlastete Eltern finden Hilfe in sogenannten „Schrei-Ambulanzen“, die nahezu in jeder größeren Stadt zu finden sind. Dort wird schnelle Hilfe und ausführliche Expertenberatung angeboten.